Behandlung von Parodontitis
Die Entzündung stoppen und das Gewebe, das den Zahn stützt, dauerhaft erhalten - das sind die zwei Hauptziele der Parodontitisbehandlung. Wird die Parodontitis früh erkannt, reicht oft die Basisbehandlung (Phase 1) aus, um die Krankheit einzudämmen. Sollte die Basistherapie nicht wie gewünscht wirken, die Zahnfleischtaschen besonders tief sein und/oder ist die Entzündung weiter vorangeschritten, muss chirurgisch eingegriffen werden (Phase 2). Eine dauerhafte Nachsorge (Phase 3) ist in beiden Fällen für einen Parodontitis-Patienten unbedingt erforderlich, um einem erneuten Aufkeimen der Kraankheit entgegenzuwirken.
Aussicht auf Erfolg der Therapie besteht bei allen Therapien nur dann, wenn die sichtbaren Zahnflächen frei von Belägen sind und der Patient eine sorgfältige Zahnpflege betreibt. Erst dann kann mit der Behandlung - der Beseitigung der Entzündung - begonnen werden. Somit hängt der langfristige Erfolg stark mit der Mitarbeiter des Patienten zusammen. Patienten mit guter Mundhygiene und regelmäßiger Nachsorge haben eine große Chance, dass die erreichten Verbesserungen von Dauer sind. Bei Patienten ohne entsprechende Mitarbeit ist dagegen das Risiko einer Wiedererkrankung sehr hoch.

Aussicht auf Erfolg der Therapie besteht bei allen Therapien nur dann, wenn die sichtbaren Zahnflächen frei von Belägen sind und der Patient eine sorgfältige Zahnpflege betreibt. Erst dann kann mit der Behandlung - der Beseitigung der Entzündung - begonnen werden. Somit hängt der langfristige Erfolg stark mit der Mitarbeiter des Patienten zusammen. Patienten mit guter Mundhygiene und regelmäßiger Nachsorge haben eine große Chance, dass die erreichten Verbesserungen von Dauer sind. Bei Patienten ohne entsprechende Mitarbeit ist dagegen das Risiko einer Wiedererkrankung sehr hoch.

Phase 1 - Die Basisbehandlung:
Zunächst beginnt der Zahnarzt bei einer Paradontosebehandlung unter örtlicher Betäubung mit der Reinigung der Zahnfleischtaschen mit Handinstrumenten. Ultraschall- oder Lasergeräte können ebenfalls eingesetzt werden, um weiche und harte Beläge gründlich und schonend zu entfernen. Danach werden die erreichbaren Flächen von Zahnwurzeln geglättet. Dies erscherwert den schädlichen Bakterien ein erneutes Anheften.
Meist kann die Entzündung schon durch die Basistherapie gestoppt werden. Sollte eine schwere oder sehr aggressive Entzündung vorliegen, ist manchmal eine begleitende Behandlung mit Antibiotika sinnvoll. Diese werden meist als Tabletten eingenommen, können unter Umständen jedoch auch vom Zahnarzt als Gel oder Salbe direkt in die Zahnfleischtasche aufgetragen werden.
Zusätzlich geben Bakterientests darüber Aufschluss, um welche Art und Konzentration der Bakterien in den Zahnfleischtaschen es sich handelt. Dies ist vor allem sinnvoll, um das passende Antibiotikum zu finden.
Phase 2: Chirurgische Eingriffe:
Die Chirurgischen Eingriffe sind in der Prdodontologie bei besonders tiefen Zahnfleischtaschen, bei Ausbleiben einer Besserung nach einer Basistherapie und für den Wiederaufbau von verloren gegangenem Gewebe notwendig.
Reinigung tiefer Zahnfleischtaschen
Bei besonders tiefen und unzugänglichen Zahnfleischtaschen, erfolgt die Reinigung unter örtlicher Betäubung mittels der Öffnung der Taschen durch einen kleinen chirurgischen Eingriff. Die Wurzeloberfläche wird frei gelegt, damit tief liegende Beläge und Unebenheiten der Zahnwurzel besser erkannt und gründlicher beseitigt werden können. Solche Beläge und Unebenheiten bieten ansonsten eine hervorragende Nische für die Bakterien.
Regeneration des Zahnhalteapparates
Wurde durch eine langanhaltende oder sehr aggressive Parodontitis schon viel Bindegewebe oder gar Knochen zerstört, muss der Halt für die Zähne wieder aufgebaut werden. Dies erfolgt durch verschiedene Therapiemöglichkeiten, bei denen es darum geht, dass der Zahnhalteapparat wieder nachwachsen kann (Regeneration). Die Therapien (GTR, Wachstumsmittel, Knochenersatzmaterialien) können je nach Bedarf einzeln oder in Kombination angewendet werden:
Gesteuerte Geweberegeneration
(Guided Tissue Regeneration, GTR):
Bei der GTR wird der natürliche Heilungsprozess des erkrankten Zahnhalteapparates unterstützt. Durch einem kleinen chirurgischen Eingriff wird als Barriere zwischen Knochen und Zahnfleisch eine Art dünner Folie eingebracht. Diese Folie (Membran) soll das Zahnfleisch, das normalerweise schneller wächst, als die übrigen Teile des Zahnfleischapparates, daran hindern, unkontrolliert in die Tiefe zu wachsen. So wird der Wurzelhaut, dem Wurzelzement und dem Knochen mehr Raum und Zeit gegeben, sich neu zu bilden.
Einbringen von Wachstumsmitteln:
In den vergangenen Jahren hat die Forschung nach Wachstumsfaktoren, die den natürlichen Heilungsprozess des geschädigten Zahnhalteapparates fördern, Fortschritte erzielt. Heute sind Wirkstoffe (z.B. Gel) verfügbar, die eine deutliche Neubildung von Knochen und einen Rückgang der Zahnfleischtaschen ermöglichen. Sie werden auf die gereinigte Wurzeloberfläche aufgetragen.
Einbringen von Knochen oder Knochenersatzmaterialien:
Im Falle einer starken Zurückbildung des Knochens, kann dieser zumindest teilweise durch die Transplantation von körpereigenem Knochenmaterial aufgebaut werden. Dazu wird in einem kleinen Eingriff meist Knochen aus dem hinteren Kieferbereich entnommen und in die defekte Stelle (Knochentasche) verpflanzt. Es können alternativ auch künstliche Knochenersatzmaterialien eingesetzt werden. Zwar ist eine vollständige Regeneration heute noch nicht möglich, aber beide Verfahren können zur Verbesserung der Knochenstruktur führen.
Rekonstruktion des Zahnfleisches: Plastische Operationen
Liegen nach einer Parodontitis Zahnhälse oder Zahnwurzelabschnitte frei, kann es sinnvoll sein, das Zahnfleisch wieder aufzubauen, da diese Stellen nur schwer zu reinigen und deshalb anfällig für Entzündungen und Wurzelkaries sind. Auch stört viele Patienten das Aussehen der freilegenden Zahnhälse. Für den Wiederaufbau des Zahnfleisches gibt es verschiedene Operationsmethoden: z.B. die Transplantation von Bindegewebe aus dem Gaumen, mit denen man die entstandenen Defekte abdecken und dem Zahnfleisch wieder ein ansprechendes Aussehen geben kann.
3 Phase - Die Nachsorge:
Parodontitis ist eine chronische Erkrankung. Wer einmal daran erkrankt war, muss dauerhaft Nachsorge betreiben. Dabei sind konsequente Mundhygiene, Kontrolluntersuchungen durch den Zahnarzt und regelmäßige professionelle Zahnreinigungen - falls nötig, mehrmals pro Jahr - von zentraler Bedeutung. Dies gilt vor allem, wenn bereits ein deutlicher Zahnfleischrückgang stattgefunden hat. Denn in diesem Fall liegen die Zahnhälse bzw. Zahnwurzeln offen und sind deshalb empfindlich und besonders anfällig für Karies.
Zunächst beginnt der Zahnarzt bei einer Paradontosebehandlung unter örtlicher Betäubung mit der Reinigung der Zahnfleischtaschen mit Handinstrumenten. Ultraschall- oder Lasergeräte können ebenfalls eingesetzt werden, um weiche und harte Beläge gründlich und schonend zu entfernen. Danach werden die erreichbaren Flächen von Zahnwurzeln geglättet. Dies erscherwert den schädlichen Bakterien ein erneutes Anheften.
Meist kann die Entzündung schon durch die Basistherapie gestoppt werden. Sollte eine schwere oder sehr aggressive Entzündung vorliegen, ist manchmal eine begleitende Behandlung mit Antibiotika sinnvoll. Diese werden meist als Tabletten eingenommen, können unter Umständen jedoch auch vom Zahnarzt als Gel oder Salbe direkt in die Zahnfleischtasche aufgetragen werden.
Zusätzlich geben Bakterientests darüber Aufschluss, um welche Art und Konzentration der Bakterien in den Zahnfleischtaschen es sich handelt. Dies ist vor allem sinnvoll, um das passende Antibiotikum zu finden.
Phase 2: Chirurgische Eingriffe:
Die Chirurgischen Eingriffe sind in der Prdodontologie bei besonders tiefen Zahnfleischtaschen, bei Ausbleiben einer Besserung nach einer Basistherapie und für den Wiederaufbau von verloren gegangenem Gewebe notwendig.
Reinigung tiefer Zahnfleischtaschen
Bei besonders tiefen und unzugänglichen Zahnfleischtaschen, erfolgt die Reinigung unter örtlicher Betäubung mittels der Öffnung der Taschen durch einen kleinen chirurgischen Eingriff. Die Wurzeloberfläche wird frei gelegt, damit tief liegende Beläge und Unebenheiten der Zahnwurzel besser erkannt und gründlicher beseitigt werden können. Solche Beläge und Unebenheiten bieten ansonsten eine hervorragende Nische für die Bakterien.
Regeneration des Zahnhalteapparates
Wurde durch eine langanhaltende oder sehr aggressive Parodontitis schon viel Bindegewebe oder gar Knochen zerstört, muss der Halt für die Zähne wieder aufgebaut werden. Dies erfolgt durch verschiedene Therapiemöglichkeiten, bei denen es darum geht, dass der Zahnhalteapparat wieder nachwachsen kann (Regeneration). Die Therapien (GTR, Wachstumsmittel, Knochenersatzmaterialien) können je nach Bedarf einzeln oder in Kombination angewendet werden:
Gesteuerte Geweberegeneration
(Guided Tissue Regeneration, GTR):
Bei der GTR wird der natürliche Heilungsprozess des erkrankten Zahnhalteapparates unterstützt. Durch einem kleinen chirurgischen Eingriff wird als Barriere zwischen Knochen und Zahnfleisch eine Art dünner Folie eingebracht. Diese Folie (Membran) soll das Zahnfleisch, das normalerweise schneller wächst, als die übrigen Teile des Zahnfleischapparates, daran hindern, unkontrolliert in die Tiefe zu wachsen. So wird der Wurzelhaut, dem Wurzelzement und dem Knochen mehr Raum und Zeit gegeben, sich neu zu bilden.
Einbringen von Wachstumsmitteln:
In den vergangenen Jahren hat die Forschung nach Wachstumsfaktoren, die den natürlichen Heilungsprozess des geschädigten Zahnhalteapparates fördern, Fortschritte erzielt. Heute sind Wirkstoffe (z.B. Gel) verfügbar, die eine deutliche Neubildung von Knochen und einen Rückgang der Zahnfleischtaschen ermöglichen. Sie werden auf die gereinigte Wurzeloberfläche aufgetragen.
Einbringen von Knochen oder Knochenersatzmaterialien:
Im Falle einer starken Zurückbildung des Knochens, kann dieser zumindest teilweise durch die Transplantation von körpereigenem Knochenmaterial aufgebaut werden. Dazu wird in einem kleinen Eingriff meist Knochen aus dem hinteren Kieferbereich entnommen und in die defekte Stelle (Knochentasche) verpflanzt. Es können alternativ auch künstliche Knochenersatzmaterialien eingesetzt werden. Zwar ist eine vollständige Regeneration heute noch nicht möglich, aber beide Verfahren können zur Verbesserung der Knochenstruktur führen.
Rekonstruktion des Zahnfleisches: Plastische Operationen
Liegen nach einer Parodontitis Zahnhälse oder Zahnwurzelabschnitte frei, kann es sinnvoll sein, das Zahnfleisch wieder aufzubauen, da diese Stellen nur schwer zu reinigen und deshalb anfällig für Entzündungen und Wurzelkaries sind. Auch stört viele Patienten das Aussehen der freilegenden Zahnhälse. Für den Wiederaufbau des Zahnfleisches gibt es verschiedene Operationsmethoden: z.B. die Transplantation von Bindegewebe aus dem Gaumen, mit denen man die entstandenen Defekte abdecken und dem Zahnfleisch wieder ein ansprechendes Aussehen geben kann.
3 Phase - Die Nachsorge:
Parodontitis ist eine chronische Erkrankung. Wer einmal daran erkrankt war, muss dauerhaft Nachsorge betreiben. Dabei sind konsequente Mundhygiene, Kontrolluntersuchungen durch den Zahnarzt und regelmäßige professionelle Zahnreinigungen - falls nötig, mehrmals pro Jahr - von zentraler Bedeutung. Dies gilt vor allem, wenn bereits ein deutlicher Zahnfleischrückgang stattgefunden hat. Denn in diesem Fall liegen die Zahnhälse bzw. Zahnwurzeln offen und sind deshalb empfindlich und besonders anfällig für Karies.